KONZERTTERMINE

Leipzig
Mittwoch, 04. September 2019, 19:00 Uhr
Peterskirche Leipzig
Schletterstraße 5, 04107 Leipzig, Deutschland
Prag
Freitag, 06. September 2019, 19:00 Uhr
Kirche des St. Simon und Judas
U Milosrdných, 110 00 Staré Mesto, Tschechien
Wien
Sonntag, 08. September 2019, 19:00 Uhr
Saal der Universität für angewandte Kunst Wien
Oskar Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien, Österreich
Stuttgart
Dienstag, 10. September 2019, 19:00 Uhr
Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart
Berliner Pl. 1-3, 70174 Stuttgart, Deutschland
Tickets für die Konzerte sind noch nicht erhältlich.

PROGRAMM

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Ruy Blas - Ouvertüre op. 95

Sechs Bläser-Akkorde eröffnen die Ouvertüre zu „Ruy Blas“ und kündigen in imposanten Klängen von dem folgenden, unheilvollen Intrigenspiel.
Felix Mendelssohn Bartholdy, geboren am 3. Februar 1809 in Hamburg, komponierte 1839 die weltberühmte Eröffnung zu Victor Hugos Theaterstück innerhalb von drei Tagen. Ursprünglich hatte er sich geweigert, eine Ouvertüre zu schreiben, da er das umstrittene Theaterstück „so ganz abscheulich und unter aller Würde“ fand. Glücklicherweise gelang es den Auftraggebern schlussendlich doch, Mendelssohns Ehrgeiz und seine Mildtätigkeit zu wecken, und so konnte die Uraufführung dieser hervorragenden Ouvertüre wie geplant im Rahmen einer Benefizveranstaltung stattfinden.
Victor Hugos Tragödie erzählt von den Intrigen am spanischen Hof König Karls II. Nachdem Don Salluste bei der Königin, Maria de Neubourg, in Ungnadegefallen ist, will sich dieser mithilfe von Ruy Blas, seinem tugendhaften und intelligenten Diener, an ihr rächen. Er gibt den bürgerlichen Ruy Blas als seinen Neffen und spanischen Grande aus, welcher durch seinen vornehmen Charakter rasch die Gunst der Königin und sogar den Titel des Premierministers gewinnt. Ruy Blas, der seine Königin jedoch aufrichtig liebt, gerät im Laufe des Komplotts in einen tiefgreifenden Loyalitätskonflikt, aus dem er schlussendlich keinen anderen Ausweg mehr sieht, als seinem Herrn und schließlich sich selbst das Leben zu nehmen.
Die Ouvertüre ist von Gegensätzen geprägt. Ein wildes, beinah aufgebrachtes Thema, im Wechselspiel mit ruhigen, jedoch spannungsgeladenen Läufen, sorgt für eine fesselnde Eröffnung. Insbesondere die Wiederholung der Bläserakkorde, eine Mischung aus Fanfaren und Choral, lassen den Zuhörer voll angespannter Erwartung auf das dramatische Schauspiel zurück.

Mendelssohn gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Romantik. Im Laufe seines Lebens unternahm er zahlreiche Konzertreisen quer durch Europa, wurde schließlich Musikdirektor in Düsseldorf und 1835 Gewandhauskapellmeister in Leipzig, wo er auch das erste deutsche Konservatorium eröffnete. Seine Kompositionen umfassen zahlreiche Konzerte, Vokal-, Orchester-, Kammermusik- und Klaviermusikwerke sowie fünf Sinfonien.
Er verstarb im Jahr 1847 im Alter von nur 
38 Jahren in Leipzig.

Johannes Brahms (1833-1897)
Violinkonzert D-Dur op.77

Johannes Brahms wurde am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren und zählt zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik. Er war ein versierter Pianist, so stellte die Kompostion eines Violinkonzerts eine besondere Herausforderung dar. Sein Freund und Violinvirtuose Joseph Joachim unterstützte ihn bei diesem Weg, und ihm ist das Konzert auch gewidmet.
Das Publikum und die Kritiker regierten gespalten auf das Konzert. Der Dirigent Hans von Bülow bezeichnete es vermutlich wegen der schwierigen Solostimme und der großen Gewichtung des Orchesterparts sogar als „Konzert gegen die Geige“. Vielen fehlte es an virtuosem Glanz und dem bis dahin bekannten Hervorheben des Solisten. Aber gerade dies sind die Merkmale, die das Werk bis heute zu einem der herausragendsten und beliebtesten Stücke dieser Gattung machen.
Das Brahms-Konzert ist kein Virtuosenkonzert, wie es dem damaligen Publikum geläufig gewesen wäre. Brahms strebte nach der perfekten Ergänzung des Orchesters mit dem Solisten. Hier wird nicht nur begleitet und der Geige Freiraum zum Brillieren gegeben, sondern es entsteht ein sinfonisches Miteinander. Die raschen Figuren des Solisten sind aufs Engste mit den Themen des Orchesters verknüpft, und die Teile gehen organisch ineinanderüber. „Ein Konzert, wo sich das Orchester mit dem Spieler ganz und gar verschmilzt“, bemerkte Clara Schumann. Dieses „verschmelzen“, das Prinzip des ständigen unauffälligen Variierens und Figurierens und die Kunst, aus einem thematischen Kern durch stete Veränderungen große instrumentale Formen zu schaffen, macht das Violinkonzert einzigartig. Gedanken und Stimmungen werden in einem Moment aufgenommen, im nächsten aber schon wieder verworfen, sinfonisch verarbeitet oder verändert. Das macht es auch für das Orchester zu einem aufregenden und wechselhaften Werk. Spielt man in einer Sekunde sanfte und
einstimmige Töne, fächert sich der Klang in der nächsten mit einem Schlag auf und es entfaltet sich der ganze Reichtum an Stimmungen und Farben der hochromantischen Orchesterpalette: Triumph und Wehmut, Bedrohliches und Lyrisches, Aufblühen und Vergehen.

Antonín Dvorák (1841-1904)
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op.95 »Aus der Neuen Welt«

Antonín Dvořák war bereits ein weltbekannter Komponist, als er 1892 zum Direktor des National Conversatory of Music of America berufen wurde. Er galt als prominenter Vertreter der Idee der “Nationalmusik“, einer Musik, die den Charakter einer Nation widerspiegelt, indem sie sich aus ihren volksmusikalischen Quellen speist. Die Erwartung an Dvořák war, dass er die junge Musikergeneration darin unterstützen würde, ihren eigenen national-amerikanischen Stil zu entwickeln. Dvořáks dreijähriger Aufenthalt in den Vereinigten Staaten inspirierte ihn dann seinerseits zu seiner wohl populärsten Komposition:
Die Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“.
In einem Zeitungsinterview erläuterte er sein Vorgehen bei der Entstehung des Werkes:
„Ich studierte sorgfältig eine gewisse Zahl Indianischer Melodien […] und wurde gänzlich durchtränkt von ihren Eigenschaften - vielmehr ihrem Geiste. Diesen Geist habe ich […] zu reproduzieren versucht“. Das Ergebnis sei, dass „den Einfluss von Amerika ein jeder, der ein Gespür hat, herausfühlen muss.“
Die Einflüsse der Musik der indigenen Bevölkerung sind stellenweise tatsächlich erkennbar:
Zum Beispiel basiert die Englischhorn-Melodie des 2. Satzes auf der halbtonlosen fünftönigen Skala der Pentatonik, die in der Musik der Native Americans gebräuchlich war. Und im ersten und dritten Hauptthema des 1. Satzes fallen rhythmisch die für die Negro Spirituals typischen Synkopen auf. Keinesfalls sind die Melodien oder weiteres musikalisches Material jedoch direkt übernommen und in diesem Sinne „amerikanisch“. Dvořák hatte originäre Themen komponiert, „welche die Eigenheiten der indianischen Musik verkörpern, und [sie] mit den Mitteln moderner Rhythmen, Harmonie, Kontrapunkt und orchestraler Farbe entwickelt.“

Die Sinfonie wurde am 16. September 1893 von den New Yorker Philharmonikern in der Carnegie Hall uraufgeführt und fand sofort großen Anklang. „Die Zeitungen sagen, noch nie hatte ein Komponist einen solchen Triumph. […] Die Leute applaudierten so viel, dass ich aus der Loge wie ein König […] mich bedanken musste.“ (Dvořák) Auch in Europa wurde die Sinfonie nach ihrer ersten Aufführung auf dem Kontinent am 20. Juli 1894 in Karlsbad allerorten gefeiert und gehört heute zu den meistgespielten Sinfonien weltweit.

TICKETS

Tickets für die Konzerte sind noch nicht erhältlich.

CHRONIK

04. April, Lukaskirche Dresden
05. April, KulturScheune der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall
06. April, Liederhalle Stuttgart Beethovensaal 

Vincenzo Bellini: Ouvertüre zur Oper "Norma"  
Carl Maria von Weber: Klarinettenkonzert Nr. 2 Es-Dur, op. 74  
Sergej Prokofjew: Suiten Nr. 1 und 2 aus der Ballettmusik zu „Romeo und Julia“, op. 64

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Julius Engelbach


04. November, Jubiläumskonzert, Freie Waldorfschule Ludwigsburg 

Antonín Dvořák: Slawischer Tanz Nr. 1, C-Dur
Georges Bizet: Carmen-Suite Nr.1
Modest Mussorgski: Ouvertüre zur Oper Chowanschtschina (Instrumentation Rimski-Korsakov)
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Blumenwalzer aus „Der Nussknacker"
Johannes Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 5, g-moll


Dirigent: Patrick Strub
19. April, Rudolf Steiner-Schule Hamburg-Bergstedt
20. April, Rudolf Steiner-Schule Dortmund
22. April, Liederhalle Stuttgart Beethovensaal 

Ludwig van Beethoven: Fidelio Ouvertüre E-Dur, op. 72
Edvard Grieg: Klavierkonzert a-moll, op. 16
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-moll, op. 70

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Alexander Sonderegger

29. März, Odeon Theater, Wien
30. März, Musikhochschule München
01. April, Goetheanum, Dornach
03. April, Forum am Schlosspark, Ludwigsburg

Engelbert Humperdinck: Vorspiel zur Oper "Hänsel und Gretel"
Antonin Dvorak: Violinkonzert in a-moll, op. 53
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5, e-moll, op. 64

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Lilian Heere
10. April, Rudolf Steiner Schule Dortmund
11. April, Freie Waldorfschule Frankenthal
12. April, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Richard Wagner, Ouvertüre zu die Meistersinger von Nürnberg
Camille Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1
Bedřich Smetana: Vyšehrad, die Moldau und Šárka aus “Mein Vaterland”

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Jakob Stepp, Cello
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01. November, Freie Waldorfschule Freiburg St. Georgen
02. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

P. I. Tschaikowski, Schwanensee-Suite, op.20a
A. G. Arutjunjan, Trompetenkonzert As-Dur
M. Mussorgsky/M.Ravel, Bilder einer Ausstellung

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Sebastian Berner, Trompete
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03. September, Freie Waldorfschuele Kreuzberg, Berlin
04. September, Freie Waldorfschuele Bergstedt, Hamburg
06. September, Freie Waldorfschule Kassel
08. September, Liederhalle Stuttgart, Beethovensaal

Richard Wagner, Lohengrin, Vorspiel zum 3. Akt
Max Bruch, Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll, op. 26
D. D. Schostakowitsch, 5. Sinfonie d-Moll, op. 47

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Angelika Strub, Violine
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03. November, Rudolf Steiner-Schule Nürnberg
04. November, Liederhalle Stuttgart, Hegelsaal

Ludwig v. Beethoven, Tripelkonzert C-Dur, op.56
Antonín Dvorák, Sinfonie Nr. 8, G-Dur, op.88

Dirigent: Patrick Strub
Solistinnen: Alwina Kempf, Violine; Diane Lambert, Violoncello; Susanne Lang, Klavier
05. November, Freie Waldorfschule St. Georgen, Freiburg
06. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Gioacchino Rossini, Ouvertüre zu Semiramide
Richard Strauss, Hornkonzert Nr.1, Es-Dur, op.11
Edvard Grieg, Peer Gynt Suite Nr. 1, op.46
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Romeo und Julia – Fantasie Ouvertüre

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Valentin Eschmann, Horn
06. Oktober, Freie Waldorfschule Überlingen
07. November, Liederhalle Stuttgart, Beethovensaal

Frédéric Chopin, Klavierkonzert Nr.1, e-Moll, op.11
Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 2, D-Dur, op.73

Dirigent: Patrick Strub
Solist: David Meier, Klavier
31. Oktober, Freie Waldorfschule Frankfurt am Main
01. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Giuseppe Verdi, Ouvertüre zu Nabucco
Felix Mendelssohn Bartholdy, Violinkonzert, e-Moll, op.64
Peter I. Tschaikowski, Sinfonie Nr. 1, g-Moll, op.13

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Elena Graf, Violine
31. Oktober, Freie Waldorfschule St. Georgen, Freiburg
01. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Johannes Brahms, Tragische Ouvertüre, d-Moll, op.81
Robert Schumann, Konzert für Violoncello und Orchester, a-Moll, op.129
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 5, c-Moll, op.67

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Merlin Schirmer, Violoncello
03. November, Congress Centrum Pforzheim
04. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Jean Sibelius, Ouvertüre zu Finlandia, op. 26
Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nr. 3, c-Moll, op. 37
Antonín Dvorák, »Aus der Neuen Welt«, 9. Sinfonie, e-Moll op. 95

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Maraike Brüning, Klavier
04. November, Freie Waldorfschule Überlingen
05. November, Liederhalle Stuttgart, Hegelsaal

Hector Berlioz, Ouvertüre zu „les Troyens à Carthage“
Camille Saint Saens, Violinkonzert Nr. 3, h-Moll, op. 61
Caesar Franck, Sinfonie in d-Moll

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Lukas Stepp, Violine
05. November, Freie Waldorfschule Ulm Römerstraße
06. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Richard Wagner, Vorspiel zu “Die Meistersinger aus Nürnberg”
Reinhold Glière, Konzert für Horn und Orchester Nr. 1, B-Dur, op. 91
Antonín Dvorák, Sinfonie Nr. 8, G-Dur, op. 88

Dirigent: Stefan Geiger
Solist: Claudius Müller, Horn
06. November, Freie Waldorfschule Heidenheim
07. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Antonín Dvorák, Konzert für Cello und Orchester, h-Moll, op. 104
Peter I. Tschaikowsky, Sinfonie Nr.5, e-Moll, op. 64

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Fionn Bockemühl, Cello