KONZERTTERMINE

Hamburg
Mittwoch, 19. April 2017, 19:00 Uhr
Rudolf Steiner-Schule Hamburg-Bergstedt
Bergstedter Chaussee 207, D-22395 Hamburg
Dortmund
Donnerstag, 20. April 2017, 19:00 Uhr
Rudolf Steiner-Schule Dortmund
Mergelteichstraße 51, D-44225 Dortmund-Brünninghausen
Stuttgart
Samstag, 22. April 2017, 19:00 Uhr
Liederhalle Stuttgart, Beethovensaal
Berliner Platz 1-3, D-70174 Stuttgart
Fotos der JWPS 2017 folgen in Kürze!

PROGRAMM

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Fidelio-Ouvertüre in E-Dur, op. 72

Ludwig van Beethoven zählt zu den berühmtesten Komponisten der klassischen Musik. Genaue Geburtsdaten von ihm sind nicht bekannt, aber man weiß, dass er am 17. Dezember 1770 in Bonn getauft wurde. Sein Vater, Johann van Beethoven, war Tenorsänger an der Hofkapelle und ein angesehener Musiklehrer. Schon früh erkannte er die Begabung seines Sohnes und gab ihm daraufhin eine solide Musikausbildung. Mit 12 Jahren erhielt Ludwig van Beethoven seinen ersten Klavier- und Kompositionsunterricht von Christian Gottlob Neefe und es entstanden seine ersten Kompositionen. Im Jahre 1784 bekam er eine feste Anstellung als Organist und wirkte als Cembalist und Bratschist in der Hofkapelle mit. 1787 war Ludwig van Beethoven für kurze Zeit Schüler von Mozart und später von Haydn in Wien, wo er ab 1792 dauerhaft blieb. Sein erstes größeres Werk, das Klaviertrio op.1, erschien 1795. Bereits im Jahr 1802 begann sein Gehör deutlich nachzulassen bis er 1819 fast völlig taub war. Dies hielt ihn aber in keinster Weise vom Komponieren ab. Zwischen 1800 und 1823 war Ludwig van Beethovens Blütezeit, jährlich erschien ein großes Werk. Aus dieser Zeit (1805-1806) stammt auch seine erste und einzige Oper „Leonore“, später „Fidelio“. Am 26. März 1827 starb Ludwig van Beethoven in Wien.  

Der Oper liegt eine alte Liebesgeschichte zu Grunde, in der es einer Frau, zur Zeit der französischen Revolution gelungen sein soll, sich als Mann verkleidet in die Kerker der Jakobiner zu schleichen und ihren zu Unrecht eingekerkerten Ehegatten zu befreien. Freiheit und Menschlichkeit sind die zentrale Themen der Oper, die, wegen ihres revolutionären Charakters, von der österreichischen Monarchie zunächst verboten wurde und mehrfach überarbeitet werden musste.   Gerade deswegen ist es nicht verwunderlich, dass die Wiener Staatsoper ihre Wiedereröffnung nach dem 2. Weltkrieg im Jahr 1955 mit den Klängen „Fidelios“ feierte. Aufgrund der vielen Überarbeitungen entstanden vier Fassungen der Ouvertüre, wobei die erste nie aufgeführt wurde und erst die zweite tatsächlich der Urfassung als Eröffnung diente. Die dritte wurde als „Große Leonoren-Ouvertüre“ bekannt und erfreute sich großer Beliebtheit. Da sie Beethoven an dieser Stelle jedoch nicht passend schien, entstand 1814 letztendlich die kürzere, allgemein als „Fidelio-Ouvertüre“ bekannte Version. Bis heute leitet sie die Endfassung, des sowohl historisch als auch musikalisch sehr bedeutsamen Werkes, ein. Trotz ihrer Kürze weist sie eine große klangliche Vielfalt auf und kündigt auf mitreißende und gleichzeitig geheimnisvolle Weise den Beginn einer großen Oper an.

Edvard Grieg (1843-1907)
Klavierkonzert in a-Moll, op. 16

Edvard Grieg wurde am 15. Juni 1843 in Bergen, Norwegen geboren und zählt zu den bedeutendsten Romantikern der Musikgeschichte. Seine Eltern waren wohlhabende Leute, der Vater Kaufmann, die Mutter Dichterin und die angesehenste Klavierlehrerin der Stadt. Bereits im Alter von sechs Jahren wurde Grieg von seiner Mutter unterrichtet und mit neun begann er selber zu komponieren. Von 1858 bis 1862 studierte er am Konservatorium in Leipzig Musik. 1866 zog Grieg nach Christiania, heiratete 1867 in Kopenhagen seine Cousine Nina Hagerup und bekam mit ihr seine einzige Tochter Alexa. In der Folge reiste er als Pianist und Dirigent durch ganz Europa, wobei er manchmal auch seine Frau, die Sopranistin war, begleitete.  

Als großer Bewunderer Robert Schumanns war dessen Klavierkonzert in a-Moll das Werk, welches Grieg dazu veranlasste, 1868 selbst auch ein Klavierkonzert in a-Moll zu verfassen. Es ist Griegs einziges vollendetes Klavierkonzert. Am 3. April 1869 wurde das Werk erfolgreich mit dem Solisten Edmund Neupert uraufgeführt. Auch Franz Liszt lobte das Konzert sehr, trotzdem machte er einige kompositorische Verbesserungsvorschläge, und Grieg überarbeitete es sieben Mal, bis er seine Komposition 1907 als vollendet erklärte. Heute zählt es zu den bedeutendsten Klavierkonzerten der Musikgeschichte. Revolutionär beginnend mit einem Paukencrescendo, das einleitende Orchestervorspiel überspringend, stürzt sich das Klavier in seine ersten, herabstürzenden a-Moll Dreiklänge. Erst jetzt wird das erste Thema von Holz- und Blechbläsern tänzerisch vorgestellt, um dann in ein zweites, schwärmerisches überzugehen. Dem Satz ist ein Einklang zwischen träumerischem Ernst und humorvollem Treiben anzuhören, dessen perfekter Wechsel den Zuhörer wachsam bleiben lässt. Neue Themen erklingen im zweiten Satz im Dialog des Klaviers mit dem Orchester. Erst will sich das Klavier mit eigenen Elementen durchsetzten, fügt sich gegen Ende des Satzes aber immer mehr dem Motiv des ersten, schon im Vorspiel des Orchesters angespielten Themas. Virtuos beginnend gibt das Klavier im dritten Satz eine neue Melodie vor, die sich in raschen Wechseln mit den jeweiligen Instrumentengruppen fortsetzt. Übergehend in ein romantisch ruhiges Thema übernimmt das Klavier die von der Flöte begonnene Linie, bis sich der Satz einem immer turbulenteren Ende nähert, in dem sich Soloinstrument und Orchester gegenseitig überbieten, bis der Schlussakkord der Blechbläser erklingt.

Antonín Dvorák (1841-1904)
7. Sinfonie in d-Moll, op. 70

Antonín Dvořák wurde am 8. September 1841 in Nelahozeves in Böhmen geboren. Mit sechs Jahren erhielt er zum ersten Mal Geigenunterricht, später lernte er zudem auch Klavier und Orgel. Schon früh verfasste er seine ersten Kompositionen. Im Jahre 1874 wurde ihm ein staatliches Stipendium verliehen. Bei dieser Gelegenheit entstand eine anhaltende Freundschaft mit Johannes Brahms, der ihn in seinem Schaffen fortwährend unterstützte. In der Folge war Dvořák für Aufträge und Konzerte immer wieder international unterwegs und später für 3 Jahre als Direktor des National Conservatory of Music in New York tätig. Einige seiner bekanntesten Werke, wie z.B. die 9. Sinfonie entstanden dort. Die letzten Jahre seines Lebens widmete er überwiegend dem Komponieren von Opern, wie Rusalka und Armida. Antonín Dvořáks Kompositionen orientierten sich zunächst stark an Mozart und Beethoven. Über die Jahre entwickelte er jedoch immer mehr seinen eigenen Stil, der besonders von tschechisch-folklorischen Elementen geprägt ist. Mit Dvořák fand das nationalbetonte tschechische Musikschaffen seinen Höhepunkt.  

Die Uraufführung der 7. Sinfonie in London, dirigiert vom Komponisten selbst, zählt zu den größten Erfolgen, die Dvořák während seiner Lebenszeit zu verzeichnen hatte. Inspiriert von der 3. Sinfonie seines Freundes und Förderers Johannes Brahms und mit dem Auftrag der London Philharmonic Society, zu dessen Ehrenmitglied er unter dieser Voraussetzung ernannt worden war, widmete er sich im Jahr 1884 dem Schreiben einer neuen Sinfonie, die sich stark von seinen vorherigen Werken unterscheiden sollte. Sie weist einen fast durchgehend ernsten Charakter auf, der nur im 3. Satz zu fröhlichen, böhmischen Klängen zurückfindet. Auch das dramatische Finale steht in Moll und findet erst ganz am Ende seinen krönenden Abschluß in D-Dur. Die Komposition orientiert sich an Brahms 3. Sinfonie, was an der Entschiedenheit der Ecksätze mit ihren lyrischen, melancholischen Abschnitten zu erkennen ist, dennoch handelt es sich eindeutig um ein eigenständiges Werk Dvořáks. Zweifelsohne gehört die 7.Sinfonie zu den Meisterwerken des Komponisten und zu den beliebtesten Orchesterwerken weltweit.

TICKETS

Hier geht es zu den Tickets!


Tickets für das Konzert in der Stuttgarter Liederhalle sind ab jetzt erhältlich.

Erwachsene (regulär): 15€ 
Schüler/Studenten (ermäßigt): 7€ 

Der Eintritt in Hamburg und Dortmund ist frei. Spenden sind natürlich herzlich willkommen, eine Reservierung für diese Konzerte ist jedoch nicht notwendig.




CHRONIK

29. März, Odeon Theater, Wien
30. März, Musikhochschule München
01. April, Goetheanum, Dornach
03. April, Forum am Schlosspark, Ludwigsburg

Engelbert Humperdinck: Vorspiel zur Oper "Hänsel und Gretel"
Antonin Dvorak: Violinkonzert in a-moll, op. 53
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5, e-moll, op. 64

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Lilian Heere
10. April, Rudolf Steiner Schule Dortmund
11. April, Freie Waldorfschule Frankenthal
12. April, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Richard Wagner, Ouvertüre zu die Meistersinger von Nürnberg
Camille Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1
Bedřich Smetana: Vyšehrad, die Moldau und Šárka aus “Mein Vaterland”

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Jakob Stepp, Cello
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01. November, Freie Waldorfschule Freiburg St. Georgen
02. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

P. I. Tschaikowski, Schwanensee-Suite, op.20a
A. G. Arutjunjan, Trompetenkonzert As-Dur
M. Mussorgsky/M.Ravel, Bilder einer Ausstellung

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Sebastian Berner, Trompete
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03. September, Freie Waldorfschuele Kreuzberg, Berlin
04. September, Freie Waldorfschuele Bergstedt, Hamburg
06. September, Freie Waldorfschule Kassel
08. September, Liederhalle Stuttgart, Beethovensaal

Richard Wagner, Lohengrin, Vorspiel zum 3. Akt
Max Bruch, Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll, op. 26
D. D. Schostakowitsch, 5. Sinfonie d-Moll, op. 47

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Angelika Strub, Violine
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03. November, Rudolf Steiner-Schule Nürnberg
04. November, Liederhalle Stuttgart, Hegelsaal

Ludwig v. Beethoven, Tripelkonzert C-Dur, op.56
Antonín Dvorák, Sinfonie Nr. 8, G-Dur, op.88

Dirigent: Patrick Strub
Solistinnen: Alwina Kempf, Violine; Diane Lambert, Violoncello; Susanne Lang, Klavier
05. November, Freie Waldorfschule St. Georgen, Freiburg
06. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Gioacchino Rossini, Ouvertüre zu Semiramide
Richard Strauss, Hornkonzert Nr.1, Es-Dur, op.11
Edvard Grieg, Peer Gynt Suite Nr. 1, op.46
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Romeo und Julia – Fantasie Ouvertüre

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Valentin Eschmann, Horn
06. Oktober, Freie Waldorfschule Überlingen
07. November, Liederhalle Stuttgart, Beethovensaal

Frédéric Chopin, Klavierkonzert Nr.1, e-Moll, op.11
Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 2, D-Dur, op.73

Dirigent: Patrick Strub
Solist: David Meier, Klavier
31. Oktober, Freie Waldorfschule Frankfurt am Main
01. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Giuseppe Verdi, Ouvertüre zu Nabucco
Felix Mendelssohn Bartholdy, Violinkonzert, e-Moll, op.64
Peter I. Tschaikowski, Sinfonie Nr. 1, g-Moll, op.13

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Elena Graf, Violine
31. Oktober, Freie Waldorfschule St. Georgen, Freiburg
01. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Johannes Brahms, Tragische Ouvertüre, d-Moll, op.81
Robert Schumann, Konzert für Violoncello und Orchester, a-Moll, op.129
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 5, c-Moll, op.67

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Merlin Schirmer, Violoncello
03. November, Congress Centrum Pforzheim
04. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Jean Sibelius, Ouvertüre zu Finlandia, op. 26
Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nr. 3, c-Moll, op. 37
Antonín Dvorák, »Aus der Neuen Welt«, 9. Sinfonie, e-Moll op. 95

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Maraike Brüning, Klavier
04. November, Freie Waldorfschule Überlingen
05. November, Liederhalle Stuttgart, Hegelsaal

Hector Berlioz, Ouvertüre zu „les Troyens à Carthage“
Camille Saint Saens, Violinkonzert Nr. 3, h-Moll, op. 61
Caesar Franck, Sinfonie in d-Moll

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Lukas Stepp, Violine
05. November, Freie Waldorfschule Ulm Römerstraße
06. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Richard Wagner, Vorspiel zu “Die Meistersinger aus Nürnberg”
Reinhold Glière, Konzert für Horn und Orchester Nr. 1, B-Dur, op. 91
Antonín Dvorák, Sinfonie Nr. 8, G-Dur, op. 88

Dirigent: Stefan Geiger
Solist: Claudius Müller, Horn
06. November, Freie Waldorfschule Heidenheim
07. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Antonín Dvorák, Konzert für Cello und Orchester, h-Moll, op. 104
Peter I. Tschaikowsky, Sinfonie Nr.5, e-Moll, op. 64

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Fionn Bockemühl, Cello