KONZERTTERMINE

Dresden
Mittwoch, 04. April 2018, 19:00 Uhr
Lukaskirche Dresden
Lukaspl. 1, 01069 Dresden
Schwäbisch Hall
Donnerstag, 05. April 2018, 19:00 Uhr
KulturScheune
Teurerweg 2, 74523 Schwäbisch Hall
Stuttgart
Freitag, 06. April 2018, 19:00 Uhr
Liederhalle Stuttgart, Beethovensaal
Berliner Platz 1-3, D-70174 Stuttgart
zur Anmeldung >>>

PROGRAMM

Vincenzo Bellini (1801-1835)
Ouvertüre zur Oper "Norma"

Vincenzo Bellini wuchs in einer Musikerfamilie in Catania, Sizilien, auf. Sein Vater sowie sein Großvater, von dem er seinen ersten Musikunterricht erhielt, waren Kirchenmusiker, und schon mit drei Jahren begann er Klavier zu spielen. Schon mit sechs Jahren versuchte er sich im Komponieren. Zwischen 1813 und 1818 entstanden Bellinis erste Kompositionen, neben einigen Vertonungen geistlicher Texte vor allem kleine Instrumentalstücke und Lieder mit Klavierbegleitung. Er schrieb diese für die Salons der feinen Gesellschaft in Catania, zu der Bellini schnell Zugang gefunden hatte. So konnte er von 1819 bis 1825 am Reale Collegio di Musica di San Sebastiano in Neapel studieren. Seine wichtigsten Lehrer waren dort zunächst Giovanni Furno, Giacomo Tritto, Carlo Conti und später der Direktor des Konservatoriums und geschätzte Opernkomponist Nicola Zingarelli. 1825 führte Bellini sein Gesellenstück, die Oper Adelson und Salvini auf. Im Anschluss daran wurde er mit der Oper Bianca und Fernando beauftragt. Aufgrund ihrer großen Erfolge wurde das Teatro alla Scala in Mailand, eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt, auf ihn aufmerksam. Gleich drei seiner Opern durften hier ihre Uraufführungen feiern, darunter Der Pirat, Die Fremde und Norma, die später die bekannteste seiner zehn Opern und ein Meisterwerk der italienischen Romantik werden sollte. Die Tragedia lirica Norma in zwei Akten nach einem Libretto von Felice Romani wurde 1831 uraufgeführt. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Druidenpriesterin Norma. Trotz des Leides durch die römische Besetzung ruft sie die gallischen Krieger zum Frieden auf, da sie eine Affäre mit dem Römer Pollione unterhält, dem Vater ihrer zwei Kinder. Als dieser sie für die Novizin Adalgisa verlässt, ruft sie zum Kampf gegen die Römer auf – erfolgreich. Sie verlangt nach einem Menschenopfer, doch sie selbst ist es, die ihren Verrat bekennt und den Scheiterhaufen betritt. Die Ouvertüre, als feurige Eröffnung der tragischen Oper, überzeugt bereits zu Beginn mit ihren Harmonien, vollen Klängen und lebendigen Melodien, die als besonders charakteristisch für Bellini gelten.

Carl Maria von Weber (1786-1826)
Klarinettenkonzert Nr. 2 Es-Dur, op. 74

Carl Maria von Weber wurde Ende des Jahres 1786 in Eutin geboren. Als Kind eines Kapellmeisters, der ihn schon früh als Wunderkind zu vermarkten suchte und als Cousin von Mozarts Frau Constanze schien eine musikalische Laufbahn für Weber schon früh vorherbestimmt zu sein. Den Großteil seiner musikalischen Ausbildung erhielt er in Salzburg von Michael Haydn und später in Wien von dem berühmten Komponisten, Musiker und Musikpädagogen Abbé Vogler. Webers wohl bekanntestes Werk ist die Oper Der Freischütz (1821), die er während seiner Zeit als musikalischer Leiter der Deutschen Oper in Dresden schuf. Nebst seinem nachhaltigen Einfluss auf die Oper der Romantik, zählen seine Konzerte für Klarinette zu seinen Hauptwerken. Sein Klarinettenkonzert Nr. 2 entstand, ebenso wie das Erste, im Jahr 1811. Er komponierte es für den Soloklarinettisten der königlichen bayrischen Hofkapelle, Heinrich Baermann, der ihn sowohl mit seinem virtuosen Spiel als auch seinem Humor inspirierte. Im Gegensatz zu Webers erstem Konzert für Klarinette, dem dramatischeren f-Moll-Konzert, ist es heller und lyrischer, steht allerdings oft zu Unrecht in dessen Schatten. Das Konzert wird mit voller Besetzung gespielt. Besonders im ersten Satz, der durch den Marschrhythmus geprägt ist, kommt die volle Kraft des Orchesters zur Geltung. Im zweiten Satz kann sich die Klarinette in ihrer ganzen Ausdruckskraft zeigen – „opernhaft“ so lässt sich dieser, mit seinen langen Melodien, Sprüngen, Höhen und Tiefen, wohl am besten beschreiben. Den Schluss bildet eine leichtfü.ige und witzige Polacca, in der sich sowohl Orchester als auch Solist in ihrer ganzen Virtuosität beweisen können.

Sergej Prokofjew (1891-1953)
Suiten Nr. 1 und 2 aus der Ballettmusik zu „Romeo und Julia“, op. 64

Sergej Prokofjew war ein russischer Komponist der Moderne. Nach seinem rasanten Aufstieg als Wunderkind ging er zu Beginn der Oktoberrevolution 1918 nach Amerika. Dies war der Beginn seiner berühmten Laufbahn als Klaviervirtuose und Komponist. Er lebte vorwiegend in Paris, schrieb Opern, Sinfonien und Ballettstücke für das Ballettes russes und wurde zunehmend als die Stimme des revolutionären Russlands wahrgenommen. Seine vielfältigen Konzertreisen führten ihn schließlich wieder in die Sowjetunion. Über die Motive seiner endgültigen Rückkehr, gerade während der schlimmsten Entwicklungen des Stalinismus, wurde viel spekuliert. Seinem musikalischen Stil blieb er aber, trotz staatlicher Repression, stets treu. Zu dieser Zeit beauftragte das berühmte Bolschoi-Theater Prokofjew mit dem viel gefeierten Ballett Romeo und Julia. Sergej Prokofjew starb schließlich am 5. März 1953, am selben Tag wie sein größter ideologischer Peiniger, der russische Diktator Stalin, weshalb sein Tod von der Öffentlichkeit nahezu unbeachtet blieb. Das Ballett Romeo und Julia gilt als das bekannteste Ballett von Sergej Prokofjew und zählt zu den Wichtigsten überhaupt. Es ist Prokofjews erste bedeutende Komposition seit seiner Rückkehr in die Sowjetunion. Das Bolschoi-Theater trat kurz nach der Fertigstellung des Werks von dem Vertrag zurück, da das Ballett als untanzbar galt. Erst nach dem großen Druck, der durch die erfolgreiche Aufführung einiger Suiten entstand, wurde die Bühnenfassung realisiert. Es bedarf eines großen Orchesters mit außergewöhnlicher und vielfältiger Besetzung, um das Ballett aufführen zu können. Die rhythmische Komplexität stellt noch immer eine Herausforderung für Orchester und Tänzer dar. Die Handlung folgt getreu der des Theaterstücks von William Shakespeare. Die Junge Waldorf Philharmonie wird die berühmtesten Sätze aus den Suiten Nr. 1 und 2 des Balletts spielen. Mit dem Befehl des Herzogs von Verona, den grausamen Streit zwischen den beiden Familien Capulet und Montague beizulegen, beginnt unsere Auswahl. Diese führt unter Anderem über den berühmten „Volkstanz“ und den eindrucksvoll geschilderten „Tybalts Tod“ zum tragischen Abschluß, der Trauermusik „Romeo am Grabe Julias“.

TICKETS

Tickets für die Konzerte 2018 sind ab Dezember erhältlich.




CHRONIK

19. April, Rudolf Steiner-Schule Hamburg-Bergstedt
20. April, Rudolf Steiner-Schule Dortmund
22. April, Liederhalle Stuttgart Beethovensaal 

Ludwig van Beethoven: Fidelio Ouvertüre E-Dur, op. 72
Edvard Grieg: Klavierkonzert a-moll, op. 16
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-moll, op. 70

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Alexander Sonderegger

29. März, Odeon Theater, Wien
30. März, Musikhochschule München
01. April, Goetheanum, Dornach
03. April, Forum am Schlosspark, Ludwigsburg

Engelbert Humperdinck: Vorspiel zur Oper "Hänsel und Gretel"
Antonin Dvorak: Violinkonzert in a-moll, op. 53
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5, e-moll, op. 64

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Lilian Heere
10. April, Rudolf Steiner Schule Dortmund
11. April, Freie Waldorfschule Frankenthal
12. April, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Richard Wagner, Ouvertüre zu die Meistersinger von Nürnberg
Camille Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1
Bedřich Smetana: Vyšehrad, die Moldau und Šárka aus “Mein Vaterland”

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Jakob Stepp, Cello
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01. November, Freie Waldorfschule Freiburg St. Georgen
02. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

P. I. Tschaikowski, Schwanensee-Suite, op.20a
A. G. Arutjunjan, Trompetenkonzert As-Dur
M. Mussorgsky/M.Ravel, Bilder einer Ausstellung

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Sebastian Berner, Trompete
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03. September, Freie Waldorfschuele Kreuzberg, Berlin
04. September, Freie Waldorfschuele Bergstedt, Hamburg
06. September, Freie Waldorfschule Kassel
08. September, Liederhalle Stuttgart, Beethovensaal

Richard Wagner, Lohengrin, Vorspiel zum 3. Akt
Max Bruch, Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll, op. 26
D. D. Schostakowitsch, 5. Sinfonie d-Moll, op. 47

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Angelika Strub, Violine
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03. November, Rudolf Steiner-Schule Nürnberg
04. November, Liederhalle Stuttgart, Hegelsaal

Ludwig v. Beethoven, Tripelkonzert C-Dur, op.56
Antonín Dvorák, Sinfonie Nr. 8, G-Dur, op.88

Dirigent: Patrick Strub
Solistinnen: Alwina Kempf, Violine; Diane Lambert, Violoncello; Susanne Lang, Klavier
05. November, Freie Waldorfschule St. Georgen, Freiburg
06. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Gioacchino Rossini, Ouvertüre zu Semiramide
Richard Strauss, Hornkonzert Nr.1, Es-Dur, op.11
Edvard Grieg, Peer Gynt Suite Nr. 1, op.46
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Romeo und Julia – Fantasie Ouvertüre

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Valentin Eschmann, Horn
06. Oktober, Freie Waldorfschule Überlingen
07. November, Liederhalle Stuttgart, Beethovensaal

Frédéric Chopin, Klavierkonzert Nr.1, e-Moll, op.11
Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 2, D-Dur, op.73

Dirigent: Patrick Strub
Solist: David Meier, Klavier
31. Oktober, Freie Waldorfschule Frankfurt am Main
01. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Giuseppe Verdi, Ouvertüre zu Nabucco
Felix Mendelssohn Bartholdy, Violinkonzert, e-Moll, op.64
Peter I. Tschaikowski, Sinfonie Nr. 1, g-Moll, op.13

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Elena Graf, Violine
31. Oktober, Freie Waldorfschule St. Georgen, Freiburg
01. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Johannes Brahms, Tragische Ouvertüre, d-Moll, op.81
Robert Schumann, Konzert für Violoncello und Orchester, a-Moll, op.129
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 5, c-Moll, op.67

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Merlin Schirmer, Violoncello
03. November, Congress Centrum Pforzheim
04. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Jean Sibelius, Ouvertüre zu Finlandia, op. 26
Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nr. 3, c-Moll, op. 37
Antonín Dvorák, »Aus der Neuen Welt«, 9. Sinfonie, e-Moll op. 95

Dirigent: Patrick Strub
Solistin: Maraike Brüning, Klavier
04. November, Freie Waldorfschule Überlingen
05. November, Liederhalle Stuttgart, Hegelsaal

Hector Berlioz, Ouvertüre zu „les Troyens à Carthage“
Camille Saint Saens, Violinkonzert Nr. 3, h-Moll, op. 61
Caesar Franck, Sinfonie in d-Moll

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Lukas Stepp, Violine
05. November, Freie Waldorfschule Ulm Römerstraße
06. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Richard Wagner, Vorspiel zu “Die Meistersinger aus Nürnberg”
Reinhold Glière, Konzert für Horn und Orchester Nr. 1, B-Dur, op. 91
Antonín Dvorák, Sinfonie Nr. 8, G-Dur, op. 88

Dirigent: Stefan Geiger
Solist: Claudius Müller, Horn
06. November, Freie Waldorfschule Heidenheim
07. November, Liederhalle Stuttgart, Hegel-Saal

Antonín Dvorák, Konzert für Cello und Orchester, h-Moll, op. 104
Peter I. Tschaikowsky, Sinfonie Nr.5, e-Moll, op. 64

Dirigent: Patrick Strub
Solist: Fionn Bockemühl, Cello